Nun doch Schuleinführung

In meinem Beitrag “Einschulungstorte” hatte ich ja erwähnt, dass ich dieses Jahr in meinem Bekanntenkreis kein Kindchen habe, dem ich so eine Torte backen könnte. Kaum war der Beitrag auf facebook veröffentlicht, meldete sich eine Freundin bei mir mit dem Wunsch nach so einer Torte.

Thema: Mädchen, Einhörner oder Pferde, Pink

Für alle, die wissen möchten, wie man so eine Torte zusammenbaut, habe ich das Ganze mal dokumentiert.

Gebacken wurde zunächst ein einfacher Biskuit-Teig in rechteckiger Form. Er sollte hoch genug sein, damit man ihn einmal durchschneiden kann. Hier hat ein Rezept mit 9 Eiern gereicht.

Mein Backrahmen ist leicht schief, aber das macht hierbei überhaupt nichts

Nachdem er einmal durchgeschnitten wurde, habe ich die Form der Torte herausgeschnitten. Wer in Geometrie aufgepasst hat, der weiß, dass man die verbleibenden Reste nun einmal drehen und oben drauf setzen kann.

Da man die Torte ja noch in Form schnitzen muss ist es nicht schlimm, wenn die Dreiecke nicht exakt aufeinander legen.
Nun kann man die Torte füllen. Bei solchen 3D-Torten gehe ich ungern das Risiko mit Fruchtfüllungen oder Sahnecremes ein. Es ist einfach sehr schwierig, die wirklich sicher zu verpacken. Ein kleiner Riss in der umhüllenden Schicht und das wars mit dem Fondant.
Am sichersten ist man mit einer leckeren deutschen Buttercreme. Auch die ist nicht immer fondanttauglich, dennoch hat man damit weit weniger Probleme als mit Sahnecremes, deren Wasseranteil um einiges höher ist.

Mein Klassiker besteht aus Schichten von getränkten Tortenböden (meist mit Rum, bei Kindertorten wie dieser hier: Vanillesirup), dann Sauerkirschmarmelade und Vanillepudding-Buttercreme

Den untersten Boden tränke ich meist nicht, damit hier keine Flüssigkeit über den unteren Rand in Kontakt mit dem Fondant kommen kann.
Marmelade
Mit einer Spritztülle kann man die Creme schön gleichmäßig verteilen.
Nur noch glatt streichen…
… un den nächsten Boden drauf.

Wenn man fertig ist sollte man die Torte gut kühlen. Ich habe sie für 30 Minuten in die Tiefkühltruhe. Der Kühlschrank geht natürlich auch, dauert aber eben länger.

Nun kann man anfangen die Torte in Form zu schneiden. Dabei habe ich am oberen Rand ein bisschen was ausgehöhlt, um darin dann am Schluss Süßigkeiten verstecken zu können.

Man sollte hier schon sehr sorgfältig sein und eine möglichst schöne Rundung herausarbeiten.

Im Anschluss an das Schnitzen kommt das Einstreichen. Drei mal muss man hier mindestens Einstreichen und zwischendurch kühlen. Ich habe eine Swiss-Meringue-Buttercreme benutzt, da diese auch nach dem Eindecken mit Fondant noch ein wenig formbar bleibt. Gerade bei 3D-Torten kann man so kleine Unebenheiten noch ausbügeln.

Das erste Einstreichen dient zur Bindung der Krümel. Hier nicht zu viel Creme auftragen.
Das zweite Einstreichen dient zur Herausarbeitung der Form. Also zum Beispiel der schönen Spitze oder dem ausbessern von gröberen Unebenheiten.
Für das letzte Einstreichen braucht man nicht mehr viel Creme. Hier geht es darum eine möglichst glatte Oberfläche zu bekommen. Dafür habe ich keine großartigen Werkzeuge benutzt. EIn großes Messer und eine ruhige Hand reichen.

Am Besten schaut man sich die Torte in verschiedenen Lichtsituationen an. (siehe Bild) Der Schattenwurf hilft Unebenheiten zu erkennen, die sonst erst beim Fondant auffallen würden.
Ein großer Tip: GEDULD! Lieber einmal mehr nachbessern. Geht man zu schnell zum Eindecken über, ärgert man sich später über unschöne Stellen.

Eindecken geht bei so einer Torte recht einfach. Nur die Spitze ist ein wenig tricky. Auch hier sollte zuvor noch einmal gut gekühlt werden.

Deko drauf…

Süßkram rein…

Fertig!

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